Palliativpflege zu Hause
Die Diagnose einer lebenslimitierenden Erkrankung verändert vieles. Viele Menschen möchten diese Zeit nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause verbringen: bei der Familie, in vertrauter Umgebung und mit möglichst wenig Unruhe. Bavaria Vitalpflegedienst begleitet palliative Situationen in München in enger Abstimmung mit Ärztinnen, Ärzten und Angehörigen.
Palliativpflege bedeutet nicht nur Begleitung am Lebensende. Es geht um Lebensqualität, Schmerzlinderung, Ruhe und darum, Angehörige nicht allein zu lassen.
Was umfasst unsere Palliativpflege?
Medizinische Versorgung (Behandlungspflege SGB V)
- Schmerzmanagement – Verabreichung von Opioiden, PCA-Pumpen
- Symptomkontrolle – Übelkeit, Atemnot, Unruhe
- Wundversorgung – auch bei exulzerierenden Tumoren
- Subkutane Infusionen zur Flüssigkeitszufuhr
- Portpflege & zentrale Venenkatheter
- Medikamente stellen & geben – auch komplexe Schemata
Pflegerische Begleitung
- Körperpflege so lange wie möglich aktivierend, am Ende komplett übernehmend
- Lagerung zur Dekubitusprophylaxe und Schmerzreduktion
- Mundpflege bei Schluckstörungen
- Ernährung & Flüssigkeit an die Situation angepasst
Psychosoziale Begleitung
- Zeit, zuzuhören – für Ängste, Erinnerungen, letzte Wünsche
- Entlastung für Angehörige
- Vermittlung zu Hospizvereinen, Seelsorge, Trauerbegleitung
SAPV-Kooperation in München
Wir arbeiten eng mit SAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) in München zusammen. Die SAPV steht Patient:innen mit komplexen Symptomen zur Verfügung – ärztlich und pflegerisch. Dafür ist eine ärztliche Verordnung nötig.
In München arbeiten wir mit folgenden SAPV-Teams vernetzt:
- Christophorus Akademie (Universitätsklinikum Großhadern)
- Christopherus Hospiz Verein München
- Münchner Palliativ-Zentrum
Finanzierung der Palliativpflege
Palliativpflege wird auf mehreren Wegen finanziert:
- Häusliche Krankenpflege (§37 SGB V) – Behandlungspflege über Krankenkasse bei Verordnung
- SAPV (§37b SGB V) – Komplexfall-Betreuung bei ärztlicher Verordnung
- Pflegesachleistungen (SGB XI) – wenn Pflegegrad vorhanden
- Verhinderungspflege – Urlaubsvertretung für pflegende Angehörige
Wir übernehmen die gesamte Abrechnung – damit Sie sich ganz auf Ihren Angehörigen konzentrieren können.
24/7 für Sie da – gerade in der letzten Lebensphase
Die Palliativphase kann plötzliche Veränderungen mit sich bringen: Schmerzen, Atemnot oder Unruhe. Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige schnell jemanden erreichen und die nächsten Schritte abstimmen können.
Häufige Fragen zur Palliativpflege in München
Wer verschreibt Palliativpflege?
Ihr Hausarzt oder behandelnder Facharzt stellt die Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12) aus. Bei komplexen Symptomen erfolgt die Aufnahme in die SAPV über einen Palliativmediziner.
Können Sie auch in der allerletzten Lebensphase (Sterbephase) kommen?
Ja. Gerade in den letzten Tagen und Stunden sind wir besonders intensiv präsent – auch mehrfach täglich und nachts. Angehörige müssen nicht allein sein.
Übernehmen Sie die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt?
Selbstverständlich. Wir stimmen uns regelmäßig mit Hausärzten und Palliativmedizinern ab und dokumentieren alle Maßnahmen sauber.
Was ist der Unterschied zwischen SAPV und unserer ambulanten Palliativpflege?
SAPV ist ein Komplexfall-Team aus Palliativärzten und speziell geschulten Pflegekräften für besonders schwere Symptomlagen. Unsere ambulante Palliativpflege ergänzt SAPV mit Grundpflege, Hauswirtschaft und kontinuierlicher Betreuung.